Gedanken zum Freiraum in der Innenarchitektur

warum beschäftigen wir uns in der innenarchitektur mit dem aussenraum?

die freiräume und die bauwerke bestimmen unsere gebaute umwelt. die freiraumgestaltung ist in der ausbildung zum innenarchitekten ein entwurfsthema und vertieft das sinnliche verständnis für den öffentlichen raum. wir wollen reale orte untersuchen. das studium soll die studenten räumliche verknüpfungen von innen und aussen zu erkennen und dazu für die aufgaben der zukunft komplexe lösungen zu entwickeln. dieses bedeutet, beziehungen herstellen zu können zwischen innen und aussen, zwischen öffentlich und privat, zwischen kleinmaszstäblichen und grossmaszstäblichen dimensionen. diese entwurfsübungen führen mitunter auch zu einer verbindung von entwurfsprojekt und theoretischer aufgabe, wie schon die ersten ergebnisse der entwurfsübungen zeigen. wir gestalten den unterricht auf die vielfalt der beruflichen aufgaben im aussenbereich vorbereiten: die beschäftigung mit dem freiraum bietet die chance, in projektorientierter weise, sodass die studenten mit konkreten, alltäglichen aufgaben für den beruf vorbereitet werden. dazu kommen exkursionen, gastvorträge, referate, workshops etc.

für die kommenden studienjahre werden von mir im jahreswechsel vier themenkreise angeboten:

  • mensch und gesellschaft
  • verkehr und erholung
  • nahrung und gesundheit
  • raumerfahrungen

die jahresthemen werden sich zyklisch wiederholen, sodass jeder studierende mit den fragestellungen des lebensraumes der zukunft konfrontiert wird. die anpassung an geänderte berufliche anforderungen bedingt eine laufende erneuerung der studieninhalte: von kleinen, geschlossenen aufgaben in den anfangssemestern entwickeln sich die entwurfsübungen zu selbstständigen arbeiten der studenten, die in den letzten jahren zu gross dimensionierten projekten führen. teamwork ist gewünscht, wie auch die kenntnis von material, handwerk und modellbau.

zuzüglich wird am lehrstuhl die vorlesung “grundlagen der gestaltung” und “darstellungsmethodik II” angeboten. unsere zeit erfordert neue wege der umsetzung – von der entwurfsidee bis hin zur verwirklichung. wird durch die veränderung der digitalen medien eine neue sprache der architektur entwickelt werden? raumformen sind möglich geworden, die vor wenigen jahren undenkbar waren. in diesem zusammenhang bietet die vorlesungsreihe “grundlagen der gestaltung” eine anwendungsorientierte übersicht über die darstellungsmethodik. dazu werden gestaltungstheorien, typographische, drucktechnische und elektronische medien erläutert. ich verstehe die planung und die gestaltung in der landschaft als eine herausforderung, sowohl im vorfeld wie als partner der objektplanung, und möchte dieses wissen an die studierenden weitergeben, weil die gestaltung der kulturlandschaft unsere zukunft mitbestimmen wird. meine arbeiten der letzten jahre zeigen diese auseinandersetzung.